Dämmstoffe: Lambda, R-Werte und Vergleich
Vergleiche das konkrete Produkt, die Dicke und die Einbaubedingungen. Glaswolle, Zellulose, EPS, XPS und Spritzschaum haben keinen universellen R-Wert. Hier kannst du eine deklarierte Wärmeleitfähigkeit in SI- und US-Widerstand umrechnen.
Geprüft:
Rechner
R-Wert je Zoll und Schichtwiderstand
RSI = d / λ; RUS = RSI × 5.678263; RUS per inch = 0.14422788 / λ
d wird in Metern und λ in W/(m·K) angegeben. Für beispielhafte λ = 0,040 ergibt ein Zoll RSI = 0,635 und US R ≈ 3,61. Bei 100 mm sind es RSI = 2,50 und US R ≈ 14,20. Dies sind Rechenbeispiele, keine Produktkennwerte. Der Schichtwiderstand ist nicht der U-Wert der gesamten Wand.
Glaswolle und Zellulose
Glaswolle ist eine Mineralfaser als Matten oder Einblasdämmung; Zellulose besteht meist aus behandelten Pflanzenfasern. Prüfe den Widerstand bei Einbaudicke, Deckfläche, Dichte und Setzungszugabe. Lücken, Kompression und Luftströmungen beeinflussen das Bauteil. Die produktspezifische Verbrauchstabelle ist wichtiger als ein allgemeiner R-Wert.
EPS und XPS
Beide sind Polystyrolplatten, unterscheiden sich aber bei Herstellung, Feuchteverhalten und Druckfestigkeitsklassen. Wähle anhand von λ, Wasseraufnahme, Druckfestigkeit und Anwendung. XPS ist nicht für jede Situation automatisch besser. Farbe und Dichte ersetzen keine Produktdeklaration.
Spritzschaum: offene und geschlossene Zellen
Offen- und geschlossenzellige Schäume sind unterschiedliche Produktklassen mit anderer Dichte, Dampfdurchlässigkeit und Widerstand je Dicke. Verwende den deklarierten gealterten Wärmewiderstand und die tatsächliche Einbaudicke. Prüfe Untergrund, Aushärtung, Lüftung, Brandschutz und Feuchtekonzept. R allein definiert keine Luft- oder Dampfsperre.
Dachboden und Keller: andere Anforderungen
Im Dachboden zählen Zugang, Dachlüftung, Luftdichtheit und durchgehende Dämmung. Im Keller sind Wassereintritt, Entwässerung, Feuchte und mechanischer Schutz zuerst zu prüfen. Faserdämmung im Hohlraum und geeignete erdberührte Platten erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Vergleiche Preis und Lambda erst nach der Anwendungseignung.
Empfohlene R-Werte hängen vom Standort ab
Es gibt keinen weltweiten R-Sollwert für alle Wände und Dachböden. Klima, Nutzung, Bestand und örtliche Vorschriften bestimmen das Ziel. Die DOE-Tabelle ist US-Leitfaden von 2021, keine universelle oder aktuelle europäische Anforderung. Unterscheide US R und SI RSI; dokumentiere Quelle und Datum deines Projektziels.
Ziegel und andere Baustoffe
Ziegel-Lambda hängt von Dichte, Lochung, Mörtel und Feuchte ab. Nutze den Bemessungswert des konkreten Mauerwerks. Rein beispielhaft ergeben d = 0,24 m und λ = 0,70 einen RSI von 0,343 m²·K/W. Dies ist keine Empfehlung für unbekannte Ziegel. Beton und Porenbeton nutzen ebenfalls d/λ, benötigen aber eigene geprüfte Werte.
EPS und Mineralwolle: deklarierte Wärmeleitfähigkeit
Bei gleicher Dicke bedeutet eine niedrigere deklarierte Wärmeleitfähigkeit einen höheren Schichtwiderstand. Beispielhafte 100 mm ergeben bei λ = 0,038 RSI = 2,632 und bei λ = 0,040 RSI = 2,500. Das sind Rechenbeispiele, keine allgemeinen EPS- oder Mineralwollkennwerte. Prüfe konkrete Produkte, Brandschutz, Feuchte, Schallschutz und Befestigung des Systems.
R-Werte von Glas- und Mineralwolle
Glas- und Steinwolle sind mineralische Faserdämmstoffe. Der Widerstand hängt von deklarierter Leitfähigkeit und Einbaudicke ab. Bei beispielhaft λ = 0,040 ergeben 100 mm RSI = 2,50 und US R = 14,20; ein Zoll ergibt US R = 3,61. Nutze den konkreten Produktwert im Rechner. Dichte, Kompression, Setzung, Feuchte, Schall- und Brandschutz sind getrennt zu prüfen.
Dämmung passend zur Anwendung
Vergleiche gleiche Einbaudicken und Einheiten. Fassaden benötigen ein abgestimmtes System; Dächer Kontinuität, Lüftung und Luftdichtheit; Böden und Keller passende Druckfestigkeit und Feuchtebeständigkeit. Eine Lambda-Rangliste bestimmt nicht das beste Produkt für jede Anwendung. Prüfe Produktdeklarationen und Einbauanweisungen.
Thermisches Glossar und Einheiten
Lambda bezeichnet die Wärmeleitfähigkeit eines Materials in W/(m·K). Dicke d gehört zur Schicht, für RSI = d/λ in Metern. RSI ist Widerstand in m²·K/W; US R verwendet h·ft²·°F/Btu. Wärmedurchgangskoeffizient ist U in W/(m²·K) oder US-U-Faktor in Btu/(h·ft²·°F). Bei korrekt definiertem Gesamtwiderstand gilt U = 1/R im gleichen Einheitensystem.
Rsi und Rse sind Oberflächenwiderstände, keine Materialdicke. Wärmebrücken führen durch Rahmen, Befestigungen oder Anschlüsse an der Dämmung vorbei. Luftschichten benötigen ein Modell für Belüftung und Orientierung; ein Hohlraum dämmt nicht automatisch. BTU ist Energie, BTU/h Leistung. US-k mit Zoll im Zähler verwendet Btu·in/(h·ft²·°F), daher R je Zoll = 1/k. Deklarierter Produkt-, nominaler Schicht- und effektiver Bauteilwiderstand sind verschieden.
Thermische Formelsammlung
RSI = d/λ; RUS = RSI × 5.678263; US U-factor = USI / 5.678263; USI = US U-factor × 5.678263; λ = d/RSI; kUS ≈ λ × 6.934813; RUS per inch = 1/kUS; d [in] = target RUS / RUS per inch; Rtotal = Rsi + ΣRlayer + Rse; USI = 1/Rtotal; US U-factor = 1/RUS; Q [W] = USI × A [m²] × ΔT [K]
Je Gleichung ein Einheitensystem verwenden. USI bezeichnet hier SI-U, nicht US-U-Faktor. 100 mm bei λ = 0,035 ergeben RSI = 2,857 und US R ≈ 16,223. Gesamt-RSI = 4 ergibt U = 0,25. 20 m² bei U = 0,25 und ΔT = 30 K verlieren 150 W. Oberflächen und Modellgrenzen beachten; Rahmen sind keine Serienschicht.
Rechenbeispiele — illustrative Eingaben
| λ [W/(m·K)] | RSI: 100 mm [m²·K/W] | US R: 1 in |
|---|---|---|
| 0.025 | 4.000 | 5.77 |
| 0.035 | 2.857 | 4.12 |
| 0.040 | 2.500 | 3.61 |
| 0.045 | 2.222 | 3.21 |