Wand-U-Wert und Dämmstärke
Schätze zusätzliche homogene Dämmung für einen gewählten U-Wert. Berücksichtigt werden vorhandene Schichten und Oberflächenwiderstände, nicht jedoch wiederkehrende Brücken, Anschlüsse oder Feuchte. Beton, Ziegel, Porenbeton, Holz- und Stahlrahmen brauchen unterschiedliche Prüfungen.
Geprüft:
Rechner
Schichtmethode und benötigte Dämmung
Rtotal = Rsi + Σ(d / λ) + Rse; U = 1 / Rtotal; dins = max(0, λins × (1 / Utarget − Rexisting))
R Bestand muss alle verbleibenden homogenen Schichten und gewählte Rsi/Rse enthalten. Nicht doppelt addieren. Dicken zuerst in Meter umrechnen. Erfüllt der vorhandene Widerstand das Ziel bereits, ist die Zusatzdicke null. Runde auf eine verfügbare Produktdicke auf und rechne das gesamte Bauteil erneut.
Beispielziel U = 0,25
Bei beispielhaft R Bestand = 0,50 m²·K/W und λ Dämmung = 0,040 W/(m·K) benötigt U = 0,25 zusätzlich 140 mm. Der Gesamtwiderstand ist 4,00. Dies zeigt die Gleichung, keine örtliche gesetzliche Grenze.
Beispielziel U = 0,30
Mit R = 0,50 und λ = 0,040 ergibt U = 0,30 eine Dicke von 113,3 mm. Schon das Ziel verändert die Dicke. Prüfe lieferbare Produkte und den erneut berechneten U-Wert; 113,3 mm ist keine fertige Spezifikation.
Beton-, Ziegel- und Porenbetonwände
Beispiel Ziegelwand: 240 mm / 0,70 ergibt R = 0,343. Mit beispielhaften Oberflächenwiderständen 0,17 und Dämmung 140 mm / 0,040: R gesamt = 4,013, U ≈ 0,249 W/(m²·K). Ersetze alle Beispiele durch Bemessungswerte. Porenbeton-Dichte und Feuchte beeinflussen λ; Normalbeton darf diesen Wert nicht übernehmen. Die geeignete Dämmung hängt von Brand, Feuchte, Befestigung, Belastung und Fassadensystem ab.
Weiteres homogenes Beispiel: 200 mm Beton bei λ = 1,60 mit Oberflächen-R = 0,17 ergibt Bestand-R = 0,295; U = 0,25 mit λ Dämmung = 0,040 benötigt 148,2 mm. 240 mm Porenbeton bei beispielhaft λ = 0,12 ergeben R = 2,17 und 73,2 mm. Produkt-Bemessungswerte verändern beide Ergebnisse.
Holz- und Stahlrahmen: Wärmebrücken
Der Hohlraum-Dämmwert beschreibt nicht die gesamte Rahmenwand. Holzständer bilden parallele Wärmewege; Stahl kann Dämmung stark überbrücken. Ständeranteil, durchgehende Dämmung, Befestiger und Anschlüsse benötigen eine passende Bauteilmethode. Dieser homogene Rechner liefert keinen effektiven U-Wert für Rahmen. NHBC erläutert wiederkehrende Wärmebrücken.
Beispielziel U = 0,20
Bei beispielhaft vorhandenem R = 0,50 m²·K/W einschließlich Oberflächen und λ = 0,040 W/(m·K) erfordert U = 0,20 insgesamt R = 5,00 und zusätzliche 180 mm. Nach Wahl einer verfügbaren Produktdicke neu berechnen. Das Ziel ist ein Szenario, keine gesetzliche Anforderung.
Wand-U-Wert mit EPS oder Mineralwolle
U = 1 / (Rexisting + dins / λins)
Nutze die deklarierte Leitfähigkeit des konkreten EPS- oder Mineralwollprodukts. Bei vorhandenem R = 0,50 einschließlich Oberflächen und 150 mm Dämmung ergibt λ = 0,038 U ≈ 0,225 und λ = 0,040 U ≈ 0,235 W/(m²·K). Das sind homogene Beispiele. Befestigungen, Brücken, Hohlräume und Einbaudetails erfordern eine passende Bauteilbewertung.
Mauerwerksschichten: U- und R-Beispiele
R = Rsi + dwall / λwall + dins / λins + Rse; U = 1 / R
Wandszenario unten wählen oder alle Eingaben ändern. Beispiel-λ: Ziegel 0,70, Beton 1,60, Porenbeton 0,12, EPS 0,038 und Mineralwolle 0,040 W/(m·K). Neue Rechenbeispiele, keine wiederhergestellten Produktdeklarationen. Bemessungsdaten einsetzen. Hohlräume, Putz, wiederkehrende Brücken und Befestigungen fehlen; kein effektiver U-Wert für Holz- oder Stahlrahmen.
Rechner — Mauerwerksschichten: U- und R-Beispiele
Beispielziel U = 0,35
Bei vorhandenem R = 0,50 einschließlich Oberflächen und λ = 0,040 sind beispielhaft 94,3 mm nötig. Rechenziel, keine gesetzliche Grenze.
Beispielziel U = 0,40
Bei R = 0,50 einschließlich Oberflächen und λ = 0,040 sind beispielhaft 80 mm nötig. Ziel im Rechner ändern; fertiges Bauteil separat prüfen.
Beispielhafte Wandszenarien
Rechenbeispiele — illustrative Eingaben
| U [W/(m²·K)] | Rtotal [m²·K/W] | d: λ=0.040, Rexisting=0.50 [mm] |
|---|---|---|
| 0.25 | 4.000 | 140.0 |
| 0.30 | 3.333 | 113.3 |